Jahresprojekte 2012/2013

Ankauf von Bildern des Bauhausfotografen Albert Hennig

Albert Hennig gilt als bedeutender sozialkritischer Fotograf seiner Zeit in Sachsen. Sein Werk ist direkt in der Bauhaus-Idee verwurzelt.

Projektdaten

Jahr / Zeitraum
2012/2013
Ziel
Ankauf von Bildern Albert Hennigs
Projektlaufzeit
2012/2013

Projektbeschreibung

Albert Hennig wurde 1907 in Leipzig geboren. Er stammt aus der Bauhaus-Tradition, wird der Gruppe „Die verschollene Generation“ zugeordnet und gilt als einer der letzten Künstler, deren Werk noch direkt in der Bauhaus-Idee verwurzelt ist. Bereits in den 1920er-Jahren beschäftigte er sich intensiv mit Fotografie.

Zu seinen Lehrern in Dessau und Berlin gehörten unter anderem Peterhans, Schleper, Schmidt, Kandinsky und Mies van der Rohe. Darüber hinaus zeigt sein Werk eine geistige Verwandtschaft zu Paul Klee.

Von 1934 bis 1945 wurde Hennig als Bauarbeiter dienstverpflichtet. Nach dem Krieg wirkte er ab 1945 als Gründungsmitglied der Gruppe „Bildender Künstler“ im Zwickauer Kulturbund. 1952 distanzierte er sich von der einseitigen SED-Kulturpolitik und arbeitete bis 1972 als Betonbauer. Danach widmete er sich vollständig der Malerei. 1976 wurde er anlässlich der Eröffnung des Bauhauses geehrt, 1991 erhielt er den Max-Pechstein-Preis und 1996 das Bundesverdienstkreuz.